Haarmann

Haarmann

(Isabel Kreitz/ Peer Meter)




Haarmann beschreibt eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte von Hannover.
Zwischen 1918 und 1924 brachte Fritz Haarmann mindestens 24 Jungen und Männer um, mit denen er zumeist vorher sexuellen Kontakt hatte. Weitere Morde sind wahrscheinlich, da mindestens sieben weitere Personen, die in sein Beuteschema passten, in dieser Zeit verschwunden sind. Das perfide an seiner Methode war, dass er als Spitzel der Polizei mit einem Dienstausweis ausgestattet war und so im Bahnhofsmilieu junge Männer abführen und sich willig machen konnte. Er ging bei seinen Morden mit einer unglaublichen Brutalität vor. Im sexuellen Rausch biss er seinen Opfern in die Kehle. Als gelernter Schlachter nutzte er seine Fähigkeiten und verarbeitete seine Opfer zu Braten und Wurst, was ihm den Namen „Schlächter oder Vampir von Hannover“ einbrachte. In einem spektakulären Prozess bei dem sämtliche polizeilichen Ermittlungspannen vertuscht werden konnten, wurde der Serienmörder nach einem erzwungenen Geständnis schließlich zum Tode verurteilt.
Der Autor Peer Meter und die Künstlerin Isabel Kreitz waren von dem Fall Haarmann so fasziniert, dass sie aus dem Stoff eine düstere und spannende Graphic Novel schufen. Haarmann gehört neben Ted Bundy, Charles Manson, und Jack the Ripper zu den prominentesten Serienkillern der modernen Kriminalgeschichte.
(Uwe Lochmann – Sammlerecke)                                   Story: JJJJ+     Grafik: JJJ++

Haarmann

Carlsen Verlag

176 S., s/w, HC, 19,90 €