Viele Portal- und Webseitenbetreiber sprechen heute von Web 2.0. Darüber, was dieses “Web 2.0” letztendlich ist, existieren verschiedene Meinungen. Sicher ist, dass die Interaktion der Benutzer mit der Webseite im Vordergrund steht. User Spielen im Netz Online-Spiele, Chatten mit anderen Menschen auf der ganzen Welt, vernetzen sich, pflegen Enzyklopädien wie Wikipedia, kaufen ein und lernen neue Menschen kennen. Plattformen zum Vermitteln interaktiver Lerninhalte gibt es bereits auch und es ist nicht verwunderlich, dass bei all der heute vorhandenen Freizeit das Bewusstsein für geistige Aktivitäten verstärkt wird. So wird Online-Gehirnjogging im Netz immer beliebter. Dabei fühlt sich nicht nur die junge Zielgruppe angesprochen. Auch sogenannte “Silverager” über 50 trainieren die Leistung Ihres Gedächstnisses mit täglichem Gehirnjogging.

So lässt sich allgemein feststellen, dass erfolgreiche Webseiten nur dann langfristig im Web 2.0 Hype mitmischen können, wenn diese Ihren Besuchern interaktive Inhalte anbieten. Statische HTML Inhalte sind wohl heute nur noch selten gefragt, zumal das Medium Internet immer mehr als Unterhaltungsplattform genutzt wird. Der Markt für Online-Browserspiele boomt. Von einfachen Online-Rätseln, über Kartenspiel, bis hin zu Adventure-Games und Rollenspielen gibt es heute nahezu jede Spielform auch als Browserspiel. Beliebte Rätselarten wie das Kreuzworträtsel oder das in Mode geratene Online-Sudoku sind hervoragende Inhalte um den eigenen Webseitenbesuchern interaktive Unterhaltung zu bieten.

Das tägliche Leben wird immer mehr ins Internet verlagert. Die Zeit, die Menschen aktuell im Internet verbringen steigt stetig an. Natürlich geht diese Tatsache mit dem ständig wachsenden Online-Angebot einher. Die Email hat bereits seit einigen Jahren der Klassischen Post Konkurrenz gemacht und auch die klassische Postkarte wird langsam von den Online-Grußkarten eingeholt. Hinzukommt, dass all diese Aktivitäten im Netz einfacher denn je sind und jede erdenkliche Funktion, jede Kommunikation mit anderen nur wenige Maus-Clicks entfernt ist.

Diese einfache Form der Kommunikation und des Shoppings sowie der Unterhaltung hat aber auch seinen Preis: Mangelnde Bewegung. Wer einen Büro-Job verfolgt und Abends ebenfalls seine Freizeit im Internet verbringt und somit wieder einge Stunden vor dem Computer sitzt, wird Bewegungsmangel nur schwer abstreiten können. Doch auch dafür wird im Netz selbstverständlich vorgesorgt. Wie zu erwarten ist, gibt es bereits Portale, wo man seinen individuellen Trainingsplan online mit ebenfalls wenigen Maus-Clicks erstellen kann. Und damit man sich nicht noch mit dem Thema “Training” ausgiebig beschäftigen muss um auch das Richtige zu trainieren, gibt es bereits fertige Trainingspläne – z.B. auch spezielle Workouts im Büro. Eine große Sammlung aus variationsreichen sportlichen Übungen für Fitness und Gesundheit ist ebenfalls vorhanden.

Dank der enormen Fortschitte in der Softwareentwicklung und dabei vor allem im Bereich der Webentwicklung wird es auch in Zukunft immer mehr virtuelle, interaktive Realitäten geben, die das tägliche Leben und alle damit verbundenen Aktivitäten ins Internet verlagern. Erste Ansätze für eine komplette virtuelle Welt gab es bereits mit Second Live. Ob sich solche virtuellen Welten in Zukunft durchsetzen können und von den Usern angenommen werden bleibt abzuwarten. Second Live hatte diese Nutzerakzeptanz offensichtlich nicht erreicht.

Verfasser: Manuel Pistner