Wirkungsvoll und schnell – auch Feuerwehr ruft an … und auf Rennstrecken unverzichtbar!

Wer kennt sie nicht, jene Spuren, die sich manchmal schimmernden, oder auch nur dunkel auf dem Asphalt der Straßen abzeichnen. Ursache sind Unfälle oder aber undichte Verschlüsse an den Fahrzeugen. Ausgetretenes Öl hat, nicht nur aus ökologischen Gründen, auf der Straße aber nichts zu suchen. Es gefährdet nicht zuletzt die Verkehrssicherheit. Doch wie sicher entfernen?

Auch die Feuerwehren setzen verstärkt auf die effektive Ölspurentfernung - und staunen! Foto:Metras

Auch die Feuerwehren setzen verstärkt auf die effektive Ölspurentfernung - und staunen! Foto:Metras

Wenn die Straße nass ist, reicht oftmals die Verschmutzung samt Wasserfilm aufzunehmen

Wenn die Straße nass ist, reicht oftmals die Verschmutzung samt Wasserfilm aufzunehmen

Bislang wurde meist städtischer Bauhof oder die Feuerwehr gerufen. Die einen sind nach Behördenschluss nicht erreichbar, die anderen fühlen sich eigentlich nicht zuständig, leisten daher lediglich Amtshilfe. So weit, so gut. Ein nicht zu vernachlässigendes Dilemma ergibt sich allerdings, wenn es danach wieder anfängt zu regnen, denn dann wird das gebundene Öl wieder frei gesetzt. Für die Feuerwehr ist der Sachverhalt erledigt, da sie dem Auftrag des Abstreuens ja nachgekommen war.

So stellt die eigentlich bereinigte Unfallstelle eine neuerliche Gefahr dar, denn das Öl ist wieder ungebunden und führt in Verbindung mit dem Streumittel nun zu einer Art Schmierseifen-Effekt, der sich insbesondere für Zweiradfahrer als problematisch erweisen könnte. Aus diesem Grund gehen die Feuerwehren mittlerweile dazu über und verzichten nach Möglichkeit ganz auf den Einsatz von Streumitteln. Statt dessen setzen die Wehren zahlreicher Städte und Gemeinden auf professionelle Hilfe. Diese bieten Unternehmen an, die sich auf die Beseitigung von Ölspuren spezialisiert haben. Speziell ausgerüstete Fahrzeuge fahren über die zu beseitigende Spur, fertig. In der Regel reicht es, wenn das Fahrzeug, unter dessen Fahrzeugheck eine spezielle Haube montiert ist, heißes Wasser unter hohem Druck auf die Straße ausbringt und im selben Arbeitsgang wieder aufnehmen. Hinter dem Fahrzeug sichtbar ist dann nur noch die abgereinigte Spur. Hierzu führt das Fahrzeug im Heck neben einem Brenner zum Erhitzen des Wassers Tanks mit Fassungsvermögen von 1.000 Liter Frischwasser und 1.500 Liter Schmutzwasser mit.

Auch auf den Rennstrecken (hier DTM Nürburgring 2009) ist das Ölspurentfernungsfahrzeug steter Gast ...

Auch auf den Rennstrecken (hier DTM Nürburgring 2009) ist das Ölspurentfernungsfahrzeug steter Gast ...

... im Einsatzfall weist einer der Strecken-Marshalls vorsorglich den Weg (hier aber gut zu erkennen!)

... im Einsatzfall weist einer der Strecken-Marshalls vorsorglich den Weg (hier aber gut zu erkennen!)

Gefertigt werden die Fahrzeuge von der Metras Care-Concept GmbH, Drolshagen. Wenngleich die autark arbeitenden Einheiten in jeden Transporter mit mindestens fünf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht eingebaut werden könnten, hat sich neben dem Sprinter zur Zeit lediglich der Iveco Daily durchgesetzt. Das von MCC eingesetzte Verfahren soll sich gegenüber den Mitbewerbern durch seine Reinigungswirkung und Saugleistung hervorheben.

Dabei fährt das Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von acht bis zehn Stundenkilometer über die verunreinigte Stelle. Ein bundesweites Partnernetzwerk soll sicher stellen, dass ein Fahrzeug innerhalb einer halben Stunde das Schadensereignis erreicht. Dabei agieren die Unternehmen in einem Radius von 50 Kilometer. Nach der Abreinigung kann die Gefahrenstelle schnell wieder frei gegeben werden.

(Sigurt G. Zacher, Freier Journalist)