2010: eine Dekade Marathon Bonn –
ob Klaus Malorny – wie 2009 – einen `guten (Wetter-)Draht nach oben´ haben wird?

RheinEnergie 14042010 1Auf der vorletzten Pk (Pressekonferenz) vor dem Jubiläums-Marathon in Bonn, der am 25.4.2010 zum mittlerweile zehnten Mal durch die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland ( 😉 ) führen wird,  standen die Kooperationspartner im Fokus und stellten sich den Fragen der Presse. Sie sind – teilweise notwendigerweise – seit der ersten Stunde mit von der Partie. Allein dies ist sicher auch ein Novum und zeigt wie erfolgreich die Zusammenarbeit letztendlich ist. Organisator Klaus Malorny, Event-Pool, hob in seinem Statement hervor, dass alle Beteiligten seit Jahren ein hervorragend kooperierendes Team bildeten, in dem es nur wenig Abstimmung zu optimieren gelte. In diesem Zusammenhang bedankte bedankte er sich bei den Vertretern auf dem Podium für die bisher geleistete Arbeit und hofft auf selbige auch in der weiteren Zukunft. Malorny vergaß auch nicht all die freiwilligen Helfer der zahlreichen Bonner Vereine lobend zu erwähnen, ohne welche die Veranstaltung nicht stattfinden könne. Last but not least prophezeite er – wieder – für den Veranstaltungstag frühlingshafte Temperaturen, rund 18 Grad, und Sonnenschein sollen es sein. Ob er auch in diesem Jahr wieder einen `guten Draht nach oben´ haben wird? In 2009 gingen jedenfalls seine Prophezeiungen, erstmals geäußert rund sechs Wochen vor der Veranstaltung und gebetsmühlenartig wiederholt, voll auf.

Die Kooperationspartner stellen ihr Engagement im Rahmen des Bonner Marathon vor. v.l.n.r.: Thomas Adenauer und Jürgen Eck (Berufsfeuerwehr Bonn), Stephan Wetzel (Polizei), Christian Schilling (Sparkasse Köln/Bonn), Dietmar Kopitzky (SWB) und Fred Fabricius (Ordnungsamt Bonn, sowie Organisator Klaus Malorny (Event-Pool, eingeklinktes Bild).

Die Kooperationspartner stellen ihr Engagement im Rahmen des Bonner Marathon vor. v.l.n.r.: Thomas Adenauer und Jürgen Eck (Berufsfeuerwehr Bonn), Stephan Wetzel (Polizei), Christian Schilling (Sparkasse Köln/Bonn), Dietmar Kopitzky (SWB) und Fred Fabricius (Ordnungsamt Bonn, sowie Organisator Klaus Malorny (Event-Pool, eingeklinktes Bild).

Zuversichtlich zeigt sich Malorny hinsichtlich des Teilnehmerfeldes und eines erneuten Rekordes. Wenngleich Inliner und Handbiker aufgrund des langen Winters und damit der verzögerten Baumaßnahmen auf der Kennedy-Brücke leider kurzfristig doch nicht an den Start werden gehen können, so könnte die 11.000er-Marke dennoch `geknackt´ werden. Bis Dienstag, 13.4., waren 10.300 Sportler gemeldet. Dennoch, so Malorny, werden dir „verhinderten“ Handbiker und Skater neben einer Rückerstattung des Startergeldes als Entschädigung dennoch ihr Finisher-Trikot auf der Marathon-Messe bekommen.

Christian Schilling, Leiter der Kommunikation der Sparkasse Köln/Bonn stellte eine Sonderedition der MasterCard Gold vor. Die Premium-Kreditkarte kann jeder erhalten, der ein GiroPremium-Konto besitzt oder eröffnet. Mit der Aufschrift „10 Jahre Marathon Bonn“ wird sie sicherlich zu einem Marathon-Souvenir der besonderen Art. Schilling geht fest davon aus, dass es zu einem ähnlichen Erfolg wird wie die Sonderedition einer FC Köln, Karte, die jedoch keine Kreditkarte sei. Dennoch wären bislang rund 60.000 Karten angesetzt worden. Selbstverständlich wird die Sparkasse auch mit diversen Info-Angeboten auf dem Münsterplatz präsent sein, hierzu werden etwa Promi-Talk-Runden auf der Show-Bühne, Gewinnspiel und Fotostationen gehören.

Fred Fabricius, Leiter des Straßenverkehrsamtes der Stadt Bonn, hofft ebenfalls einen Rekord zu erzielen: weniger Autos abschleppen zu müssen als 2009. Da konnten 19 Fahrzeugbesitzer nicht erreicht werden und die Fahrzeuge mussten weg. „Das ist stets teuer, rund 250 Euro für Abschleppen, Bearbeitungsgebühr und Bußgeld, und muss ja auch nicht sein“, so Fabricius. „Aus diesem Grund stellen wir nicht nur die Beschilderung rechtzeitig auf, sondern werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag auch versuchen die Leute telefonisch zu erreichen, um ihnen Gelegenheit zu geben ihr Auto doch noch weg zu setzen.“Erfreut zeigt er sich über die Tatsache, dass trotz der langsam beginnenden Einschränkungen dennoch bislang keinerlei Beschwerden eingegangen seien. Dies mag auch daran liegen, so Fabricius, dass durch die beiden Runden ja nicht mehr die gesamte Stadt irgendwie betroffen sei. Telefonisch sei das Ordnungsamt unter 0228 – 77 33 33 erreichbar.

Thomas Adenauer und Jürgen Eck von der Bonner Berufsfeuerwehr stellten das Einsatzkonzept aus Sicht der Feuerwehr vor. Problematisch sei, dass ja die Kennedy-Brücke komplett ausfalle, auf beiden Seiten des Rheins aber die Alarmfristen eingehalten werden müssten. 228 Kollegen würden zusätzlich in den Dienst versetzt, so dass im Stadtgebiet rund 300 Kräfte der Feuerwehr zur Verfügung ständen. Das Löschboot wird von der Bonner auf die Beueler Seite verlegt, die DLRG übernimmt die Wasserrettung. Für die Sportveranstaltung stellten die Rettungsdienste die Erste Hilfe sicher. Hierfür würden zusätzlich zwei Notarztwagen (NEF) und acht Rettungswagen (RTW) vorgehalten.

Stephan Wetzel von der Polizei informierte über das Engagement der Polizei. Diese wird nicht nur in drei Einsatzabschnitten (Start/Ziel/Laufstrecke/Münsterplatz) sowie der Pressebetreuung mit einer nicht genannten Zahl an Beamten Präsenz zeigen, sondern auch selbst auf die Strecke gehen. Polizeipräsident Wolfgang Albers wird sich die Veranstaltung diesmal nicht in Uniform, sondern auf der HM-Distanz in Läuferdress ansehen.  Er freue sich auf Strecke, Stimmung und Zuschauer, ließ er mitteilen. Wetzel lobte die Zusammenarbeit aller Beteiligten im Vorfeld Über 0228 – 15 30 30 würde man zudem für Sorgen und Nöte rund um den Marathon erreichbar sein.

Dietmar Kopitzky von den Stadtwerken Bonn stellte die geänderten Fahrplan- und Linienführungen dar. Insgesamt sind 19 Bus- und zwei Bahnlinien betroffen. Der Telekom-Express von Siegburg etwa wird nur bis Beuel verkehren, die Linien auf Bonner Seite bis zum Bertha-von-Suttner-Platz. Eine Kunden-Info (Auflage 15.000) liege in den Linien der Busse und Bahnen aus, zudem gibt es eine Hotline unter 0228 – 77 20 20. Für die Sportler wird von der Nordbrücke ein Shuttle-Service angeboten: ab 6.30 Uhr Richtung Innenstadt, Rückfahrten zwischen 11 und 17 Uhr.

(Sigurt Zacher, Freier Journalist)