Lucky Luke Bd. 99 – Fackeln im Baumwollfeld

  Autor/Zeichner: Achdé/ Jul
  Album, farbig, 48 Seiten.
  Egmont Verlag, HC 12,00 €/ SC 6,90 €

 

 

Da die betagte Witwe Constance Pinkwater Zeit ihres Lebens für den „Einsamen Cowboy“ und dessen Abenteuer geschwärmt hat, setzt sie Lucky Luke, aus Mangel an lebender Verwandtschaft, zu ihrem Alleinerben ein.
Völlig unerwartet ist der Revolverheld nach ihrem Tod nun stolzer Eigentümer einer der größten Baumwollplantagen in Louisiana.
Bei seinem Antrittsbesuch muss Lucky Luke leider feststellen, dass die Südstaaten immer noch vom Bürgerkrieg traumatisiert sind und die Befreiung der Sklaven lediglich auf dem Papier, nicht aber in den Köpfen der Bevölkerung sattgefunden hat.
Seine neuen Nachbarn stecken auch alle fest im Sattel des Plantagengeschäfts und greifen dort mit aller Härte gegenüber ihren Arbeitern durch.

Allen voran der Großgrundbesitzer Quincy Quaterhouse. Als die umliegenden Farmer den neuen Erben der Pinkwater-Plantage im Rahmen einer Feier als einen von den Ihren begrüßen wollen, stößt er sie allerdings rüde mit der Tatsache vor den Kopf, dass er vor hat seine Ländereien gerecht unter den ehemaligen Sklaven der Plantage aufzuteilen. Ein Unding in den Augen der anderen Plantagen-betreiber! Quaterhouse rottet seine Farmerfreunde zusammen, die sich wie er, alle im Ku-Klux-Klan organisiert haben um der Pinkwater-Farm einen eindrücklichen, nächtlichen Besuch abzustatten.
Zum Glück bekommt der „Einsame Cowboy“ Hilfe von Western-Legende Bass Reeves, dem ersten afro-amerikanischen Marshal der Vereinigten Staaten.

In „Fackeln im Baumwollfeld“ führt das Autorenteam Achdé und Jul den „Lonesome Cowboy“ erstmals in die Südstaaten, wo er mit den Auswüchsen der Sklaverei konfrontiert wird. Ein Thema, das in Hinsicht auf die „Black Live Matters“ – Bewegung aktueller nicht sein könnte. (UL)